🧘 Übungs-Anleitung · Neujahr · Lebensaufgabe finden
Manifestieren statt Neujahrsvorsätze: Mache diese 10-Minuten-Übung!
Ich wusste nicht wohin.
Nicht beruflich, nicht innerlich, nicht einmal, was ich mir überhaupt wünschen sollte. Mein Leben war in Ordnung: Phantastische Kinder, mein Mann ein Geschenk, der Job eben … der Job. Genau das machte es so schwer, denn es gab nichts, worüber ich mich hätte beklagen dürfen. Und trotzdem blieb dieses leise „Das kann doch nicht alles sein“, das ich nicht benennen konnte.
Falls du dich wiedererkennst: Du bist damit nicht allein. Ich bin Tali, und in diesem Beitrag teile ich eine Übung, die mir geholfen hat. Für mich bedeutet „richtig Manifestieren,“ nicht, ein Ziel zu erzwingen, sondern einem Gefühl auf die Spur zu kommen.
💫 Du musst nicht zuerst wissen, was deine Lebensaufgabe ist. Es reicht, dass du anfängst zu spüren, wie sich ein stimmiges Leben für dich anfühlt. Das Gefühl gibt die Richtung an, der Beruf kommt später.
Wie ich zu dieser Übung kam
Der Wendepunkt waren Bücher und Gespräche mit anderen Frauen. Plötzlich fiel das Wort „Gesetz der Anziehung“. Was soll das sein? Manifestieren? Ich wurde neugierig und verschlang alles, was ich in die Finger bekam. (Weiter unten gibt´s ein paar Buchtipps.)
Daraus wurde eine kleine Praxis: Jeden Morgen setzte ich mich in die Stille und stellte mir alles glasklar vor. Und zwar nicht, was ich tue, sondern wie ich mich fühlen werde. Beim Einschlafen ging ich noch einmal in dieses Gefühl.
Wie du denkst, beeinflusst, wie du dich fühlst – und wie du dich fühlst, beeinflusst, wie du handelst.
Als ich diesen Satz zum ersten Mal hörte, klang er für mich ziemlich verquer. Heute kann ich ihm zu hundert Prozent zustimmen. Denn ich entscheide mit, durch welche Brille ich auf mein Leben schaue: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Ich kann meine Gedanken bewusst ausrichten und damit auch beeinflussen, welches Gefühl in mir mehr Raum bekommt.
Ehrlich gesagt: Ich wundere ich mich heute noch darüber wie und warum das funktioniert. Und doch lebe ich heute mein Leben passend zu dem Gefühl, das ich damals gesucht habe. Nicht zu hundert Prozent, aber zu einem Großteil. Das ist meine Erfahrung, kein Versprechen für dich.

Neujahr: Warum ich Gefühle statt Vorsätze wähle
Jedes Jahr dasselbe: Silvester schreibt man Listen. Mehr Sport, weniger Stress, endlich der berufliche Neuanfang. Und im Februar liegt die Liste irgendwo in der Schublade. Bei mir war das lange so, und ich habe mich jedes Mal ein bisschen schlechter gefühlt und mich über meine mangelnde Selbstdisziplin geärgert.
Manifestieren fühlt sich für mich stimmiger an als ein Vorsatz. Ein Vorsatz sagt: „Ich muss mich ändern.“ Das Gefühl sagt: „So will ich mich fühlen.“ Aus dem ersten entsteht bei mir Druck, aus dem zweiten Richtung. Das ist meine persönliche Erfahrung. Ich behaupte nicht, dass es für alle besser funktioniert, und Vorsätze sind für manche Menschen genau das Richtige. Mir hat der Wechsel geholfen. Und du musst nicht am 1. Januar starten, jeder Morgen ist ein guter Anfang.
Was diese Übung bewirkt und für wen sie passt
Die Übung eignet sich für dich, wenn du orientierungslos bist, oder wenn dir die Frage „Was ist meine Lebensaufgabe?“ zu groß vorkommt. Sie verlangt keine Antwort, sondern lenkt deine Aufmerksamkeit jeden Tag ein paar Minuten auf ein inneres Zielgefühl. Bei mir hat das Entscheidungen leichter gemacht, weil ich einen inneren Maßstab hatte: Passt das zu meinem Gefühl oder nicht?
Vorbereitung
- Ort: ein Platz, an dem dich in den nächsten Minuten niemand braucht, zum Beispiel Bettkante oder Sofaecke.
- Zeit: 10 am Morgen, dazu 2 bis 3 Minuten beim Einschlafen.
- Material: ein Kissen oder Stuhl, eine Decke, Notizbuch und Stift. Kerze oder Räucherwerk sind schön, aber nicht nötig.
- Mindset: Neugier statt Erwartung. Du musst nichts „richtig“ machen.
Die Morgenübung in 6 Schritten
1. Ankommen. Setz dich bequem hin, spüre den Kontakt von Sitzfläche und Füßen zum Boden. Lass die Schultern sinken.
2. Drei tiefe Atemzüge. Atme durch die Nase ein, länger durch den Mund aus. Spüre, wie sich Bauch und Brustkorb bewegen.
3. Stille werden. Lass Gedanken vorbeiziehen wie Wolken. Wenn du abschweifst, kehre sanft zum Atem zurück.
4. Das Zielgefühl rufen. Geh in den Moment hinein, als wäre er jetzt da. Nicht in eine Beschreibung („Ich bin …“, „Ich habe …“), sondern in das, was du fühlst. Wie fühlt sich dein Körper an? Eher weit oder eng, warm oder kühl? Wie atmest du? Wo im Körper sitzt die Freude?
5. Glasklar werden. Verweile in Details: Licht im Raum, Geräusche, die Stimmung, mit der du aufstehst. Bleib im Gefühl, nicht im Plan.
Anfangs ist es hilfreich, wenn du dir dazu zwei, drei Sätze notierst: „Heute habe ich mich so gefühlt: …“ Und eine kleine Handlung, die zu diesem Gefühl passt.
Abends beim Einschlafen: kurz zurück in dieses Gefühl, ohne Anstrengung.
💛 Ins Gefühl gehen: Feste Begriffe loslassen, Gefühl spüren
Das ist für mich der Kernricht
Statt: „Ich bin erfolgreiche Geschäftsfrau.“
Besser: Ich gehe zur Arbeit und freue mich. Ich bin total selbstbewusst, denn ich weiß: Die können froh sein, mich zu haben. Ich bin sehr stolz auf mich und genieße meinen Erfolg.
Statt: „Ich lebe in einem großen Haus mit roter Tür und acht Zimmern.“
Besser: Ich spüre die Freude, in meinem neuen Zuhause aufzuwachen. Ich fühle mich geborgen und beschützt. Alles fühlt sich hell und weit an.
Probier es mit deinem eigenen Beispiel: Wo möchtest du dich in einem Jahr wiederfinden, und wie fühlt es sich dort an? Schreib den Satz in der Gegenwart, mit „Ich fühle …“, „Ich spüre …“. Wenn dein Körper dabei ein bisschen aufatmet, bist du nah dran.
🌟 Bekannte Menschen, die davon erzählen
Nena sagte im Sommer 2025 in einem Interview mit der Zeitschrift „Burgenländerin“, sie verlasse sich auf ihre innere Stimme: Wenn sich etwas stimmig anfühle, sei sie auf dem richtigen Weg. Sie wisse, dass sich vieles manifestiere, wenn sie eine klare Vision ohne Zweifel „abschicke“, und zwar meist dann, wenn man gar nicht damit rechne. Einen ausgeklügelten Karriereplan habe sie nie gehabt, ihr Weg habe sich natürlich entfaltet. Auch im NZZ-Interview betont sie, dass sie sich immer auf ihr Gefühl verlassen konnte. Das Wort „ohne Zweifel“ ist für mich ehrlich gesagt eine hohe Latte, bei mir sind die Zweifel geblieben. Mich berührt aber, dass es auch bei ihr um Gefühl und Stimmigkeit geht, nicht um einen festen Begriff.
Oprah Winfrey soll laut Berichten 2018 in einem Interview zum Film A Wrinkle in Time gesagt haben, früher habe sie Vision Boards gemacht, heute brauche sie das nicht mehr, weil sie eine kraftvolle Manifestiererin sei. Für mich zeigt das vor allem: Aus einem Hilfsmittel (Bild, Collage, Notizbuch) kann mit der Zeit eine innere Haltung werden.
Jim Carrey berichtete 1997 bei Oprah Winfrey und 2015 in der Graham Norton Show, wie er sich als noch unbekannter Schauspieler einen Scheck über zehn Millionen Dollar „für erbrachte Schauspielleistungen“ ausstellte und ihn im Portemonnaie trug. Später erzählte er, genau diese Summe für Dumb and Dumber bekommen zu haben. Mir geht es aber vor allem um etwas anderes, das er bei Oprah sagte: Er stellte sich das Gefühl vor, dass er haben würde, wenn sich Regisseure für ihn interessieren und andere Menschen, seine Arbeit loben.
Der Unterschied, der bei mir alles verändert hat: Ich visualisierte nicht meine Tätigkeit, sondern mein Gefühl. Wenn du keine inneren Bilder siehst, ist das völlig in Ordnung. Du kannst spüren, hören oder dir Worte sagen.
Richtiges Mindset: Zweifel dürfen mitkommen
Für mich gehört zum richtigen Mindset nicht, zweifelsfrei zu sein. Meine Zweifel sind bis heute da. Ich lasse sie neben mir sitzen und kehre zum Gefühl zurück. Du kannst deine Zweifel auch gedanklich auf´s Sofa setzen und Netflix kucken lassen. Es geht darum, den Verstand auszutricksen
Häufige Erfahrungen (bei mir und anderen Frauen):
- Die Gedanken rasen. Das ist normal und gehört zur Übung.
- Manchmal kommt gar kein Gefühl. Dann reicht es, einfach dazusitzen.
- Tränen oder Müdigkeit können auftauchen. Du darfst langsamer machen.
- Manche Tage fühlen sich leer an, und das ist kein Rückschritt.
Variationen
Anfänger: 5 Minuten, nur Schritte 1, 2 und 4. Ein einziges Wort für dein Gefühl genügt, zum Beispiel „Weite“.
Fortgeschritten: 20 Minuten, zusätzlich eine Wochenreflexion im Notizbuch: Wo habe ich diese Woche nach meinem Gefühl entschieden?
Wie oft und wann üben
Bei mir war es jeden Morgen, in der Stille, bevor der Tag losging, und dazu das Einschlafritual. Wenn dir das zu viel ist, starte mit drei Mal pro Woche. Regelmäßigkeit zählt mehr als Länge. Lass die Zeit flexibel, aber heilig, auch fünf Minuten sind eine Einladung an dich selbst.
Häufige Fehler
- Zu früh den konkreten Beruf oder ein bestimmtes Bild – etwa die rote Tür oder acht Zimmer – festlegen, statt nach dem gewünschten Gefühl zu suchen.
- Aus der Übung eine Neujahrs-Pflichtliste zu machen. Damit entsteht nur wieder neuer Druck.
- Zweifel als Zeichen des Scheiterns zu deuten. Sie sind völlig menschlich.
- Einen Wunsch innerlich sofort abzulehnen, weil er noch unrealistisch erscheint. Eine kleine sprachliche Brücke kann helfen: „Auch wenn ich gerade noch nicht weiß, wie es möglich wird, bin ich dankbar für meinen tollen neuen Job, mein neues Zuhause …“
- Nur zu träumen und nichts zu tun. Das gewünschte Gefühl braucht kleine, konkrete Schritte im Alltag.
Bücher, die mir den Weg geöffnet haben
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Nimm dir Zeit zum Manifestieren
Häufige Fragen zu Manifestieren richtig, und Lebensaufgabe
Warum Manifestieren statt Neujahrsvorsätzen?
Für mich fühlen sich Vorsätze nach Pflicht an, das Zielgefühl nach Richtung. Das ist meine Erfahrung, kein Beweis. Manche Menschen kommen mit klaren Vorsätzen gut zurecht, probiere aus, was dich trägt. Wie lange es dauert, bis sich etwas verändert, lässt sich nicht festlegen. Bei mir war es ein Prozess über längere Zeit, mit Zweifeln zwischendurch. Beobachte, ob sich deine Entscheidungen und dein Gefühl im Alltag verändern, statt auf einen Stichtag zu warten.
Was, wenn ich nicht still werden kann?
Dann beginne mit dem Atem oder einem Spaziergang, bei dem du dein Gefühl wahrnimmst. Stille ist ein Üben, kein Talent. Auch drei ruhige Minuten zählen.
Was heißt Manifestieren, wenn ich keine inneren Bilder sehe?
Manifestieren geht auch ohne Bilder: Denke an dein Gefühl. Z.B. die Freude, die du empfindest, weil du dein Ziel erreicht hast.✨
✨ Dieser Beitrag teilt persönliche Erfahrungen und spirituelle Impulse. Er ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder psychologische Behandlung.
Deine Tali
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